Ernährung und Biotechnologie für Neunt- und Zehntklässler

Die Albert-Schweitzer-Schule informiert über ihre naturwissenschaftlichen Profile

Die Vorweihnachtszeit hatte dieses Jahr für viele Realschüler des Schwarzwald-Baar-Kreises etwas Neues zu bieten: Die Albert-Schweitzer-Schule in Villingen lud interessierte Schülerinnen und Schüler zu einem „Schnuppertag im Labor“ ein, um einen Vormittag lang interessante Experimente in den Laboren selbständig durchzuführen. Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen der Realschulen, Werkrealschulen und Gemeinschaftsschulen der Stadt und des Landkreises.

Sieben Schulen folgten der Einladung und meldeten so viele Interessierte an, dass ein Teil der Neuntklässler auf einen späteren Termin vertröstet werden musste. Die Schüler des Biotechnologischen Gymnasiums (BTG) und des Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums (EG) der Albert-Schweitzer-Schule informierten die Gäste über die Schule und die beiden besonderen, naturwissenschaftlich geprägten Bildungsgänge, die jeweils zum Abitur führen. Unterhaltsam erläuterten sie die Inhalte der zugehörigen Profilfächer „Biotechnologie“ und „Ernährung und Chemie“ und standen hilfreich zur Seite, als es danach ins Labor ging.

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Eine Gruppe startete im Chemie-Labor, die andere im Biotechnologie-Labor. Die Abiturienten des EGs hatten ihre Kenntnisse und Erfahrungen der drei Jahre umgesetzt und eindrucksvolle sowie vielseitige Experimente aus den Bereichen Ernährung und Chemie vorbereitet. So wurde mit den Gästen gemeinsam erarbeitet, wie ein Wärmekissen funktioniert, wie man Zucker oder Proteine im Labor nachweisen kann, wie man künstlich Popcorn-Aroma herstellen kann oder Ananasaroma aus übelriechender Buttersäure. Wie der Vitamin C-Gehalt von Lebensmitteln ermittelt wird und welche Menge an Paprika oder Orangen zur ausreichenden Versorgung notwendig sind, wurde genauso erforscht wie die Beeinträchtigung der Wahrnehmung durch Alkohol.

Dies konnte durch sogenannte Alkoholbrillen simuliert werden. Im Labor des Biotechnologischen Gymnasiums ging es um das Thema „Die Erbinformation (DNA) unseres Körpers“. In einem ersten kriminologischen Experiment wurde eine moderne Methode zur Herstellung eines genetischen DNA-Fingerabdrucks vorgestellt. Die Schüler konnten mit Hilfe dieser Technik unbekannte DNA-Proben durch Bestrahlung mit UV-Licht nachweisen und so bestimmen, welche Person am Tatort gewesen war.

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Die betreuenden BTG-SchülerInnen hatten sich weiterhin überlegt zu zeigen, wie man seine eigene Erbinformation (DNA) so aufbereiten kann, dass diese sichtbar wird und in einen Kettenanhänger übertragen werden kann. So gingen die Realschüler am Ende alle stolz mit ihrer eigenen DNA-Kette aus dem Labor. Die Realschüler konnten sich zwischen den EG- und BTG-Workshops bei einem gemeinsamen Imbiss, der von den Abiturienten vorbereitet wurde, stärken. Sie hatten dabei Gelegenheit zu angeregten Gesprächen mit den EG- und BTG-Schülerinnen und -Schülern, die wiederum aus dem Nähkästchen plauderten und über ihre ganz persönlichen Erfahrungen am BTG und EG berichteten.

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Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer war dieser „Schnuppertag von Schülern für Schüler“ ein echter Gewinn, werden viele von ihnen doch schon in Kürze vor der Frage stehen: Wechsle ich nach meinem Schulabschluss an ein berufliches Gymnasium und welches der unterschiedlichen Profile ist für mich das Geeignete? „Dieser Labortag soll beibehalten werden. Er war sehr informativ.“ „Ich fand es toll, mit den älteren Schülern zu reden, das hilft mir bei meiner Entscheidung“, waren Kommentare am Ende des Schnuppertages.

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Bericht: Specht-Koetzel, Holtorf, Maucher; Fotos: Hebsacker